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VL Einführung in die Geographie


VORLESUNG 1) 16.10.23
Geographie ist… Wahrnehmung, Definition, Auftrag
Klausurfrage:
„Die Art des Denkens und die Aktionen von Wissenschaftler*innen werden nicht vom Objekt gesteuert, sondern von der Haltung des Individuums dem Objekt gegenüber.“
Wir müssen zwischen einem Erfahrungsobjekt, das vielen Wissenschaften gemein sein kann, und dem Erkenntnisobjekt, das jeweils einer Disziplin zuzurechnen ist, unterscheiden.“ Borsdorf, A. (20072 ): Geographisch denken und wissenschaftlich arbeiten. S. 5

GEOGRAPHIE:
Die Geographie ist die sich mit der Erdoberfläche befassende Wissenschaft, sowohl in ihrer physischen Beschaffenheit wie auch als Raum und Ort des menschlichen Lebens und Handelns
Sie bewegt sich dabei an der Schnittstelle zwischen den Naturwissenschaften, Geistes- und Sozialwissenschaften

ÜBERWIEGENDE ASSOZIATIONEN:
Bedeutung der Geographie für die Vermittlung räumlichen Wissens und die hierzu erforderlichen Bildungsinstitute (schulischer Unterricht)
Jede Gruppe assoziiert das mit Geographie, was für die jeweilige Gruppe relevant ist
Geographie als integraler Bestandteil der menschlichen Alltagspraxis -> Alltagsgeographie wird durch die wissenschaftliche Geographie systematisiert und reflektiert

ERFAHRUNG VS ERKENNTNISOBJEKT
-Objekte werden durch die Haltung gegenüber dem Objekt definiert (Bsp. Kölner Dom: Gebäude -> Gotteshaus)
British
American
1
1789-1820
Genres: primarily poetry
impact of French Revolution and its political ideas
Interest in the power of imagination, dreams & the supernatural
1830-1865
Genres: poetry, novels, short stories
focus on Americanness: growing independence from British literary models
Interest in the power of imagination, dreams & the supernatural
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RÄUME
Werden von Menschen und Natur gestaltet und durch ihren jeweiligen Nutzen definiert
Da Räume konstruiert werden, ist es die Aufgabe der Geographie Räume zu dekonstruieren
-> Räume sollen nicht nur beschrieben, sondern auch verstanden werden

GEOGRAPHISCHE THEMEN UND ARBEITSFELDER
Geographischer Auftrag wird durch Risiken/Megatrends (Ressourcen in bestimmten Räumen/Knappheit) (welche oftmals einen Raumbezug haben) und die daraus resultierenden gesellschaftlichen Fragestellungen definiert (G. Soll Fragestellungen beantworten)
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Klausurfragestellung!

GLOBALE RISIKEN UND MEGATRENDS
Umweltbezogenen Risiken: Wetterereignisse, Naturkatastrophen
Ökonomische Risiken: Wandel, der zur Arbeitslosigkeit führt
Soziale Risiken: Soziale Ungerechtigkeit, gesell. Instabilität
Geo-politischen Risiken: Versagen der Politik, Terror
Technologische Risiken: Cyberkriminalität

NACHHALTIGKEIT
Analytische Dimension
-Nachhaltigkeit bezieht sich auf die drei analytischen Dimensionen Gesellschaft, Wirtschaft und Umwelt (Unternehmensführung, Kultur, Politik)
Normative Orientierung
-nachhaltigen Entwicklung soll sich auf die normativen Grundorientierungen Grundbedürfnisse und Gerechtigkeit ausrichten
Gestaltungsstrategie
-praxisorientierte Umsetzung erfordert die Ableitung von planerisch-politischen Gestaltungstrategien
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Nachhaltigkeit:
Nutzung eines regenerierbaren natürlichen Systems, sodass es erhalten bleibt, bzw. nachwachsen kann🌿
Begriffe: Zustand, Statik, Beständigkeit, ressourcenökonomisch
Begriffe Nachhaltige Entwicklung: Bewegung, Dynamik, Prozesshaftigkeit, Entstehung
Ökologische Nachhaltigkeit:
Erhaltung des ökologischen Systems (z.B Nahrungskreisläufe, Klimasysteme, Tragfähigkeit)
ökologische System die Grundlage menschlicher Aktivität bildet
Ökonomische Nachhaltigkeit:
Ziel: Stärkung der Wirtschaftskraft zur Aufrechterhaltung einer gewünschten Lebensqualität (Bekämpfung von Armut und Ungerechtigkeit)
Stichworte: Innovationen, Investitionen, Arbeitsproduktivität, Forschung & Entwicklung
SozialeNachhaltigkeit:
Ziel: sozialer Zusammenhalt in Organisationen und Gesellschaft. Befriedigung der Grundbedürfnisse und Erhalt des Sozialkapitals
(soz. Netzwerke, kooperationsfördernde Werte und Normen)

HA- Kapitel 1 lesen
1972
die grenzen des Wachstums- wissenschaftler der 70er gemahnt- die nächste generation wird nicht genügend Ressourcen haben
1987
problem definiert, akzeptiert(politisch)
1992
Handlungsprogramm eingeführt als lösungsansatz für den permanenten Wachstum


VORLESUNG 2)
Oppositionen in der Geographie
-Allgemeine Geographie vs Regionale Geographie
Regionale- alle Themen einbezogen, Geomer: abgegrenzter Ausschnitt der landschaftshülle der Erde( räumlicher Repräsentant)Definitionskriterien,Toleranzbedingungen -Homogenitatsprinzip
von Erfahrungsobjekt zu Erkenntnisobjekt (erfolgt über Geomer)
Bildung von Regionen läuft auf die Bildung von Strukturell möglichst homogenen räumen hinaus, die nach außen abgegrenzt werden
Allgemeine: beschäftigt sich mit Geofaktor: Bestandteile u Beziehung die im Wirkungsgefüge eines Landschaftssystemes zsmwirken (physisch)/ Andereseits sozial Kultur

-Wissenschaftlische Geographie vs Erdkunde in der schule und Öffentlichkeit
methodik/ erkenntnis
Schule: popularwissenschaftliche (nicht Komplex-vereinfacht(fokusiert), dinge selektiert(politik wählt aus) - bedingte Nachvollziehbarkeit
-Grundlagenforschung vs Anwendungsbezug

-Natur-/ Physische Geographie vs. Humangeographie










Homogen: Räume ähnliche Merkmalsausprägungen
Funktional: Raum verbundene Elemente
Administrativ:statistische Erfassung für Organisation politischer Zuständigkeit
Diskursiv: in gesellschaftlicher Debatte( media, politisch, alltagsweltlich)
-monofaktoriell (eindimensional)
-Multifaktioriell
-homogene strukturregion
funktional nodal-region
Klausurfrage !!!! nenn eine non-funktional ..


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VORLESUNG 3)

Grundlagen: Erde und Geosphäre
land-Wasser Verteilung : 30% Land/ 70% Wasser
Gestalt der Erde
keine Kugel sondern Ellipsoid (verformt sich in ihren Drehungen)
Drehprozess- Äquator dehnt sich nach außen, Pole- flacher
Geoid Wahre Erdfigur als Fläche mit konstantem Schwere - potenzial
Präzession- Die Erdachse schwankt/taumelt als Rotationsachse (kleine Drehungen obwohl auf Achse und obwohl die erde sich eh schon dreht), und weitere kreisbewegung um die sonne rum.
Erdrevolution- Wanderung der Erde um die Sonne (365Tage) Ellipsenbahn
Exzentrizität: nicht wirklich rund läuft sondern (Die Erd(umlauf)bahn schwankt in der Form zwischen mehr kreisförmig und mehr ellipsenförmig (Exzentrizität) mit einer Periode von 95.000 Jahren.
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Erdachsneigung- 23,5o geneigt
Obliquität- schwankt in einem Zyklus von 41.000 Jahren zw. 22o und 24,5o
Warum muss ich das wissen?
Strahlungs und Wärmehaushalts der Erde- Klima
Geosphäre
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Lithosphäre: Erdkruste, oberer Erdmantel
-Kruste (ozeanische, Kontinentale)
-Mantel (obere, untere)
-Kern (innerer, äußerer)
Pedosphäre: Boden
Hydrosphäre: Wasser (Aggregatzuständen)(Krysosphäre: Eis)
Atmosphäre: Lufthülle der Erde, durchdringt Pedo- & Hydrosphäre (troposphäre- wo wetter ist)
Biosphäre:Gesamtheit der lebenden Organismen
Anthroposphäre: Mensch( obwohl eig zur Biosphäre gehört),Aktivitäten des Menschen, Produkte, Kulturleistungen
Technosphäre: technische Objekte und Anlagen
Noosphäre: Geist, wie ticken wir?

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HA Ordne die Begriffe (bild auf handy)

VORLESUNG 5)

Vier Raumbegriffe

Raum
Realistischer „Containerraum“
Relational/funktionaler Raum
Wahrnehmungsraum (individuel)
Gesellschaftlich/sozial konstruierter Raum- virtueller der kommuniziert wird, Einfluss auf Umgang, beschäftigung mit Raum

1.) Realistischer „Containerraum“


Realistischer Sinn → Messbarer Raum
•Wirkungsgefüge natürlicher und anthropogener Faktoren
◦Ergebnis von landschaftsgestaltenden und menschlichen Prozessen
•Raum als Entität
◦≠ funktionaler Raum: gesellschaftlicher Raum = Entität
◦Ontologische Annahme: Räume existieren in der Wirklichkeit
•Nachteil vor funktionalem Raum
◦Schwierige Grenzziehung
▪Es gibt nur wenige natürliche Grenzen
▪Meist konstruierte Grenzen
•Glokalisierung
◦Verhältnis globale-lokale Maßstabsebene
◦Global steuert regional & lokal
▪z.B. Weltmarkt, Passivität, Schadensbegrenzung
◦Dialektisches Verhältnis
▪Globaler Einfluss → lokaler Widerstand
▪positive Korrelation
Globalisierung stärkt regionale Individualität & Kompetenzen
-objektive Distanz : absolut (difiniertes Maß)
-Raum: Real messbar
-Container: weil länge, breite und höhe messbar sind
- Wirkungsgefüge natürlicher und anthropologischer Faktoren
-Raum Ergebnis: Prozesse menschliche tätigkeiten/ landschaftliche Gestaltung
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-Inventarisierung und Skalierung des Raumes
Temporalkonzept: gleichzeitigkeit des Ungleichzeitigen“ bezeichnet, d.h. das Frühere mischt sich in des Jetzige ein
Skalieren:
Interaktionen zwischen global-lokal : Glokalisierung

1.Globale steuert Lokale
-Sachzwang Weltmarkt, PassivitŠt, Schadenbegrenzung. Z.B. Unternehmensverlagerung mit Folgen in Region.
(Neostrukturalismus)

2. Je stärker der globale Einfluss, desto mächtiger der lokale Widerstand; Region währt sich , etwas passiert Global und fördet Lokal (wiederstand/ Kreative)
- Forderung nach regionaler Eigenständigkeit. Globalisierung als Zumutung. (Neoregionalismus, -nationalismus)

3. Die „gleiche“ Globalisierung stärkt die regionale/lokale Individualität (Standortqualität profitiert die lokale/regionale Ebene)
- Die gleiche Globalisierung stärkt die regionale/lokale Individualität; Bedeutungsgewinn. Globale Unternehmen setzen
auf regionale Kompetenzen und Milieus. Von der Standortqualität profitiert die lokale/regionale Ebene. Mögliche Folge:
räumliche Disparitäten
-Folgen: räumliche Disparitäten
-container Raum - objektive Wirklichkeit

2.) Funktionaler/ Relationaler Raum


Funktionale Entitäten ≠ landschaftlicher Bezug
→ Gesellschaftliche Wirklichkeit = reale Entität
→ Standorte als entscheidende Untersuchungsgegenstände
→ Ermöglicht Abgrenzung regionaler Entitäten
Vorteil vor Containerraum
Anthropogene/Konstruierte Grenzen
→ Konzept seit den 1970er Jahren
→ Standorte, Lagerrelationen & Distanzen (Erreichbarkeit durch Kommunikationsmittel) → gesellschaftliche Realität
→ Modellvorstellung/Theorie
Quantifizierbarkeit
→ z.B. Regionalisierung touristischer Räume
(Einzugsgebiete)
→ Räume als Kategorien der Sinneswahrnehmung
individuelle, subjektive Distanzen
Bildung von Durchschnitt unmöglich
6 - 7 Verschiedene Bereiche, die Bedürfnisse bei allen Menschen auftreten
◦Gemeinschaftsleben
◦Wohnen
◦Arbeiten
◦Konsumieren
◦Bilden
◦Erholen
Daraus ergibt sich:
Wandel der urbanen Nutzungsstrukturen:
1. Zentrales Wohnen; andere Funktionen darum angeordnet
2. Wohnen, Konsumieren und Bildung im Zentrum; andere Funktionen ausgelagert
3. Stadt der kurzen Wege : pluralistische Zentren
→ Beispiel Anwendung Funktionaler Räume:
Nutzungsgliederung Stadtraum (s. Wirtschaftsgeographie)
→ Metropolregionen
vernetzt mit überregionalen Verkehrsachsen

(Lagerelationen und Distanz für die schaffung gesellschaftlicher Wirklichkeit)
Distanz: Relativ
Raum: Relational (häufig mit zeit zu tun)
-technosphäre Einfluss auf Raum
welt ist relational geschrumpft
system Lagebeziehung - Einkaufsort vs Wohnung
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Ergebnis der Wirksamkeit von Kräften/Parametern:
Beziehung zwischen zwei Faktoren; x-yBeziehung z.B. Scherkraft, Haft- und Gleitreibung (Funktionsgleichung)


3.) Wahrnehmungsraum


Räume als Kategorie individueller (pluralistischer) Sinneswahrnehmung
•Informationsquellen
→ primäre: subjektiv wahrgenommen
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