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Integrierte Informationstheorie

Drucken wir unser Gehirn?

Die Integrated Information Theory (IIT) und die Vorstellung, dass unser Gehirn und andere noch unentdeckte Wissenssysteme unseres Körpers durch die Verarbeitung von Informationen adaptiv "gedruckt" oder geformt werden, greifen zwar unterschiedliche Aspekte des Verständnisses von Bewusstsein und Körperlichkeit auf, sie können jedoch in einem gewissen Rahmen miteinander in Beziehung gesetzt werden.
IIT fokussiert sich auf die Erklärung des Bewusstseins durch die Menge an integrierter Information in einem System. Gemäß IIT wird das Bewusstsein als eine Eigenschaft verstanden, die aus dem Grad der Integration von Informationen innerhalb eines Netzwerks entsteht, wobei höhere Werte von integrierter Information (quantifiziert durch den Parameter Phi, Φ) auf ein höheres Maß an Bewusstsein hinweisen. Die Theorie postuliert, dass für Bewusstsein eine bestimmte Art der physischen Organisation erforderlich ist, die Informationen nicht nur verarbeitet, sondern diese in einer solchen Weise integriert, dass das System mehr ist als die Summe seiner Teile【240226 IIT_Mechanismus†source】【240226 The Mathematics of Consciousness (Integrated Information ....†source】.
Die Idee, dass unser Gehirn und möglicherweise andere noch unentdeckte Systeme unseres Körpers adaptiv durch die Verarbeitung von Informationen "gedruckt" oder geformt werden, bezieht sich auf die Plastizität des Gehirns und die Fähigkeit des Körpers, auf Erfahrungen, Lernen und Umweltveränderungen zu reagieren. Dieses Konzept umfasst die Idee, dass neuronale Verbindungen sich im Laufe der Zeit durch Lernerfahrungen und Interaktionen mit der Umgebung verändern und anpassen können. Es geht um die dynamische Anpassung und die ständige Neukonfiguration des neuronalen Netzwerks als Antwort auf neue Informationen.
Obwohl IIT und die adaptive Formung von Wissenssystemen durch Informationsverarbeitung unterschiedliche Konzepte sind, ergänzen sie sich in dem Sinne, dass beide die zentrale Rolle der Informationsverarbeitung und -integration im Kontext von Bewusstsein und kognitiver Entwicklung betonen. Während IIT sich spezifisch mit den Bedingungen befasst, unter denen Bewusstsein entsteht und wie dies quantifiziert werden kann, beleuchtet die adaptive Formung durch Informationsverarbeitung den Prozess, durch den Erfahrungen und Lernen die physische und funktionelle Struktur des Gehirns und möglicherweise anderer Körpersysteme beeinflussen.
Die Verbindung zwischen diesen Konzepten könnte darin liegen, dass die adaptive Veränderung der Struktur des Gehirns und anderer Systeme durch Lernen und Erfahrung die Integration von Informationen beeinflusst, die für die Entstehung von Bewusstsein gemäß IIT entscheidend ist. In diesem Sinne könnten adaptive Prozesse durch Informationsverarbeitung als Mechanismen betrachtet werden, die die Kapazität eines Systems zur Integration von Informationen und damit sein potenzielles Bewusstseinsniveau beeinflussen.
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